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    Additive Fertigung und Leichtbau im Fokus

    24.02.21 | 10:07 Uhr | Leipziger Messe

    Im Forum „Additiv + Hybrid – Fertigung im Wandel“ geben Experten ihr Branchenwissen weiter. In ihren Vorträgen beschreiben sie, wie Additive Fertigung und Leichtbau die Produktion verändern.

    Christian Mutke von der Zentralen Werkstofftechnik bei Dörrenberg Edelstahl beschreibt in seinem Vortrag „Additive Fertigung im Werkzeugbau“ Ansätze, wie sich Additive Verfahren im Werkzeugbau einbringen lassen. Unter anderem stellt er die Herstellung eines hybriden Umformwerkzeugs mit konturnaher Kühlung mittels Binder Jetting und Laser Metal Deposition vor.

    Auch das Bionische Engineering spielt in der Additiven Fertigung eine Rolle – Dr. Paul Schüler, Geschäftsführer von CellCore, spricht auf der Intec/Z connect 2021 darüber. Innovative Konstruktionskonzepte wie bionische Zellstrukturen erfahren branchenübergreifend ein zunehmendes Interesse in Industrie und Wissenschaft. Der Experte sagt, dass sich mit Hilfe moderner Fertigungstechnologien wie dem 3D-Druck und unter Nutzung neuer leistungsstarker Modellierungs- und Optimierungswerkzeuge hocheffiziente Prinzipien der Natur auf technische Anwendungsfelder wie den Leichtbau übertragen lassen. Dies macht Gewichtseinsparungen, die Reduktion von Fertigungsaufwand und Bauteilkosten bei Performancesteigerungen von Bauteilen in bisher unerreichtem Ausmaß möglich, so Dr. Paul Schüler.

    Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und die Erschließung von Marktnischen gewinnen für Unternehmen im Bereich der Additiven Fertigung zunehmend an Bedeutung, sagt Philipp Kunze von GS-PRO. In seinem Vortrag „Nachhaltigkeit in der additiven Fertigung – Geschlossene Materialkreisläufe im Selektiven Lasersinterprozess“ geht der Experte näher darauf ein.

    „Von der Pulverfertigung bis zum Leichtbau in der Additiven Fertigung im Werkzeug-/Formenbau“ – dazu gibt Bernd Klötzer, Geschäftsführender Gesellschafter der bkl 3d Auskunft. Das Ausgangsmaterial in der Additiven Fertigung ist die Grundlage für einen perfekten Prozess für das Laserschmelzen im Pulverbett. Deshalb hat bkl 3d ein neues Verfahren entwickelt, um dieses optimal herstellen zu können und gleichzeitig neue Legierungen zu produzieren.

    Die Additive Fertigung ist ebenfalls Bestandteil des technologischen Wandels in der Automobilproduktion, der mit hohem Tempo verläuft, wie Dr. Gerald Degen von der BMW Group, Werk Leipzig, in seinem Vortrag betont. Nicht nur im Prototypenbau gewinnt die Additive Fertigung zunehmend an Bedeutung, sondern auch in der Serienfertigung und in der Herstellung von Werkzeugen. Über die Digitalisierung in der Fahrzeugmontage können hohe Kosten eingespart und die Qualität der Produkte verbessert werden, sagt der Referent.

    Andreas Müllegger aus dem Branchenmanagement Mobility bei TRUMPF Laser- und Systemtechnik beleuchtet das Thema „Laserbasierte Fügeprozesse als Produktivitätssteigerung im Leichtbau“. Zukünftige Fahrzeugkonzepte im Bereich der Elektromobilität erfordern leichte Karosseriestrukturen, so der Experte. Die Themen Funktionsintegration und kosteneffiziente Produktion seien dabei wichtig. Mit hybriden Metall-Kunststoffverbindungen können neben der Gewichtsreduktion verbesserte Eigenschaften der gesamten Karosserie abgebildet werden. Außerdem bietet laserbasiertes Additive Manufacturing laut Müllegger nach wie vor große Potentiale für leichte Strukturen, welche ohne zusätzliche Baugruppen alle erforderlichen Funktionen abbilden. Über dies und weitere Aspekte berichtet der Experte in seinem Beitrag auf der Intec/Z connect 2021.

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